Banken zahlen vorzeitig 450 Mrd. Euro an langfristigen EZB-Liquiditätshilfen (im Fachjargon TLTRO III) an die Notenbank zurück
Die Geldhäuser planen, 447,5 Mrd. Euro aus speziellen Refinanzierungsgeschäften aus der Coronakrise – im Fachjargon TLTRO III – zurückzugeben. Das gab die Europäische Zentralbank am Freitag bekannt. Zusammen mit den 296,3 Mrd. Euro im November summieren sich die vorzeitigen Rückzahlungen auf 743,8 Mrd. Euro. Das dürfte bei der EZB-Zinssitzung am Donnerstag eine Rolle spielen.
In einem von Seiten der Banken viel kritisierten Schritt hatte die EZB die Bedingungen für die TLTRO-Geschäfte im Oktober zu deren Ungunsten verändert – um diese in Einklang zu bringen mit ihrer Zinswende und um risikolose Zinsgewinne der Banken zu kappen. Die Branche hatte erzürnt reagiert. Einige Banken hatten nach Informationen aus Finanzkreisen Klagen gegen das Eurosystem erwogen, sollen davon aber inzwischen Abstand genommen haben.
Nächsten Donnerstag steht der EZB-Rat vor zentralen Entscheidungen. Einerseits muss er die Höhe des nächsten Zinsschritts beschließen. Seit Juli hat die EZB ihre Schlüsselsätze um 200 Basispunkte erhöht – so aggressiv wie nie. Die meisten Beobachter erwarten nun eine Anhebung um 50 statt wie zuletzt zwei Mal in Folge um 75 Basispunkte. Andererseits hat der EZB-Rat avisiert, Grundprinzipien zum Abbau der EZB-Bilanz festzulegen.
„Natürlich werden die bisherigen TLTRO-Rückzahlungen in die anstehende geldpolitische Gesamtschau einfließen“, sagte Jens Eisenschmidt, Europa-Chefvolkswirt bei Morgan Stanley und bis Jahresanfang leitender Ökonom bei der EZB, der Börsen-Zeitung. Nach Ansicht einiger Volkswirte erlauben höhere TLTRO-Rückzahlungen eine langsamere und vorsichtigere Gangart beim weiteren Bilanzabbau.
Eisenschmidt richtet den Blick auf den Zusammenhang von TLTRO und Leitzinsen. „Wichtig ist, dass die Rückzahlungen der angestrebten Änderung der Geldpolitik nicht entgegenwirken, sondern gleichgerichtet sind. Diese Erwägungen werden sicher in der Diskussion zur Höhe des zu wählenden Zinsschrittes eine – wenn auch nicht entscheidende – Rolle spielen.
Argentina Últimas Noticias, Argentina Titulares
Similar News:También puedes leer noticias similares a ésta que hemos recopilado de otras fuentes de noticias.
450 Weihnachtsbiker in Berlin unterwegsSie tragen rote Mäntel und einen weißen Rauschebart und ihr Gefährt ist weihnachtlich geschmückt. Doch statt auf einem Schlitten sind diese coolen Weihnachtsmänner auf ihren Motorrädern unterwegs!
Leer más »
In Crime Boss: Rockay City überfallen wir Banken im GTA-Stil mit gleich mehreren Hollywood-StarsCrime Boss: Rockay City sieht aus wie ein GTA-Klon, in dem wir Raubüberfälle durchführen. Mit dabei sind bekannte Schauspieler wie Chuck Norris.
Leer más »
Wir haben unsere Ziele erreicht / HARTING Technologiegruppe mit Umsatzsprung auf über 1 Mrd. Euro UmsatzDie HARTING Technologiegruppe hat einen Meilenstein in ihrer Unternehmenshistorie erzielt und trotz widriger Rahmenbedingungen zum ersten Mal die Milliarde Euro-Umsatzmarke überschritten. Der Umsatz sprang um 21,8 % (190 Mio. EUR) auf 1.059 Mio. EUR - gegenüber 869 Mio. EUR im Vorjahr. Das Wachstum kam dabei aus allen Regionen und Märkten. Im größten Markt Deutschland stieg der Umsatz um 12 % auf 270 Mio. EUR. Die Region EMEA legte um 17 % auf 373 Mio. EUR Umsatz zu. Noch kräftiger wuchsen die Regionen Asien/Pazifik um 25 % auf 269 Mio. EUR und Americas um satte 57 % auf 147 Mio. EUR Umsatz. Der Personalstand erhöhte sich im Wesentlichen durch den Ausbau der Werke in Mexiko, Rumänien und USA um 256 Mitarbeitende auf 6446 Beschäftigte. Die Zahl der Mitarbeitenden in Deutschland blieb nahezu konstant (+ 0,5 %).
Leer más »
Homo- und transphobe Gewalt nimmt in Berlin zuMehr als 450 Übergriffe gab es vergangenes Jahr. Der Senat will Betroffene ermuntern, Vorfälle anzuzeigen.
Leer más »
Bund-Länder-Streit wegen 200-Euro-Zahlung für StudierendeDer Bund-Länder-Streit über die Abwicklung der Energiehilfe für Studierende verzögert das Verfahren um Monate. Nun könnte das Gesetz sogar im Vermittlungsausschuss landen.
Leer más »
Für diese Produkte zahlen Sie heute mehr in Euro als früher in D-Mark„Früher hat das 5 D-Mark gekostet und heute sind es 5 Euro!“ – Hängen Sie auch manchmal noch nostalgisch an den alten Zeiten? Tatsächlich gilt dieser Satz heute für einige Warengruppen, deren Preise seit 2001 enorm angestiegen sind. Es gibt aber einen Haken.
Leer más »