Nach dem Bekanntwerden rechtsextremer Vorfälle an einer Brandenburger Schule plädieren Lehrkräfte und Schüler*innen für nachhaltige Schutzkonzepte.
COTTBUS taz | Max Teske und Laura Nickel haben sich aus der Deckung gewagt. „Es tut uns leid, dass wir den Dienstweg nicht eingehalten haben“, sagt Teske in einem Redebeitrag auf einer Demonstration vor dem Schulamt Cottbus am vergangenen Dienstag. Ein lokaler Ableger des Unteilbar-Bündnisses hatte dazu aufgerufen. „Jedoch tut es uns nicht leid, dass wir mit dem Brandbrief an die Öffentlichkeit gegangen sind.
Erst nachdem der RBB über den Brandbrief berichtet hatte, habe die Schulleiterin einen Fall zur Anzeige gebracht, bei dem ein Schüler vor versammelter Klasse „Arbeit macht frei“ gerufen haben soll. Am Dienstag traten Teske und Nickel erstmals mit Name und Gesicht auf, nachdem das Bildungsministerium öffentlich versichert hatte, dass ihnen keine dienstrechtlichen Konsequenzen drohten.
An der Allende-Oberschule im sächsischen Bautzen wird die Personalie Paul Neumann überprüft. Neumann sitzt für die AfD in Stadtrat und Kreistag und engagiert sich bei der Jungen Alternative, die kürzlich vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft wurde – und leitet ein Ganztagsangebot an der Schule.
Stübgen stellte auf Nachfrage von Reporter*innen der BZ die Frage in den Raum, ob es rechtsextreme Vorfälle an vielen Lausitzer Schulen gebe, und betonte, er hoffe auf einen Einzelfall. Die meisten der Forderungen richtet das Bündnis direkt an das Schulamt, appelliert aber auch an das übergeordnete Bildungsministerium und die Schulleitungen. Es brauche mehr Sozialarbeiter*innen an den Schulen und eine bessere Schulung der Lehrkräfte zu Rechtsextremismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie.
Zunächst auf taube Ohren gestoßen Während die verantwortlichen Politiker*innen sich entsetzt und überrascht geben, wirken die Demonstrierenden in Cottbus wütend und zugleich erleichtert, dass die Problematik, mit der sie seit Jahren leben, endlich eine Bühne bekommt. Sie scheinen entschlossen, etwas zu ändern.
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