Dritter Weltcup, dritter Sieg: Snowboarderin Ramona Hofmeister hat ihrer makellose Saison fortgesetzt und auch das Rennen im schweizerischen Davos gewonnen. In unserem Wintersport-Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige auf dem Laufenden.
Dritter Weltcup, dritter Sieg: Snowboarderin Ramona Hofmeister hat ihrer makellose Saison fortgesetzt und auch das Rennen im schweizerischen Davos gewonnen. In unserem Wintersport-Telegramm halten wir Sie über alles Wichtige auf dem Laufenden.hat sich zum 14. Mal den deutschen Meistertitel gesichert.
Weil der nächste Weltcup aber erst am 13. Januar in Scuol/Schweiz ansteht, wird Hofmeister nun erstmal in der Heimat ausspannen: „Ich genieße die Zeit mit der Familie, wir sind ja selten daheim.“die Parallel-Riesenslaloms in Carezza und Cortina d'Ampezzo gewonnen. In der Final-Revanche für Cortina lag Hofmeister im Nobelort Davos 29 Hundertstel vor der ein Jahr jüngeren Dalmasso, die erneut ihren ersten Karrieresieg verpasste.
Nach einer bis dahin durchwachsenen Saison könnten die Ergebnisse von Südtirol den deutschen Männern nun womöglich Auftrieb für den restlichen Winter geben. Wilmsmann hatte im Halbfinale sogar seinen rechten Skistock verloren und trotzdem souverän den Endlauf erreicht. Es war der erste Einzelsieg für eine deutsche Frau im Weltcup außerhalb von Etappenrennen seit fast 20 Jahren. Zuletzt hatte Claudia Nystad im Januar 2004 in Otepää über 15 km triumphiert. Danach gelangen Nystad bei den Weltcups-Finals 2008 und 2009 im Sprint sowie Katharina Hennig bei der Tour de Ski 2023 in Val di Fiemme über 15 km jeweils Etappensiege.ihr zweites Weltcup-Rennen der Saison gewonnen.
Im Fokus steht allerdings der Zweikampf zwischen Friedrich, der über Jahre unschlagbar war, und Lochner. Zumindest im kleinen Schlitten hat Lochner die Rolle des Top-Piloten mittlerweile übernommen, Friedrich dagegen ist dort in diesem Winter noch ohne Sieg. Am Samstag legte er zweimal die beste Startzeit hin, war im zweiten Durchgang auch in der Bahn stärker - doch Lochners Vorsprung genügte knapp.
Der dreimalige Olympiasieger Felix Loch beendete das Rennen in Kanada als Vorletzter auf dem 26. Platz. David Nössler kam auf Rang 14.Carl war in der Qualifikation Dritte geworden, hatte danach auch ihr Viertelfinale gewonnen und durfte auf den ersten deutschen Podestplatz in einem Weltcup-Sprint der Frauen seit Denise Herrmann im Februar 2014 in Toblach hoffen. Im Finale fehlte der Thüringerin aber dann ein wenig die Kraft.
Bei den Männern zog Anian Sossau zum dritten Mal in seiner Karriere in ein Sprint-Viertelfinale ein und belegte schließlich Platz 29. Weltcup-Rekordsieger Johannes Hösflot Klaebo sprintete souverän zu seinem 70. Karriere-Erfolg vor dem Franzosen Lucas Chavanat und seinem Landsmann Harald Östberg Amundsen.
Axel Jungk als Siebter und Felix Seibel auf Rang 13 rundeten das erneut ordentliche deutsche Ergebnis ab. Weiter geht es erst am 12. Januar im Schweizer St. Moritz, langweilig wird zumindest Keisinger in der langen Pause nicht. Die rasende Polizistin Hofmeister setzte sich im Finale gegen die Olympia-Zweite Daniela Ulbing aus Österreich durch. Im Halbfinale schaltete sie Weltmeisterin Miki Tsubaki aus.
Hennig hatte bereits am vergangenen Wochenende auf den Weltcup im schwedischen Östersund verzichten müssen. Die Tour de Ski findet vom 30. Dezember bis 7. Januar an den Schauplätzen Toblach, Davos und Val di Fiemme statt. In einem Winter ohne WM und Olympia kommt dem Etappenrennen besondere Bedeutung zu.Das deutsche Skilanglauf-Team muss auch beim Weltcup im norwegischen Trondheim auf Olympiasiegerin Katharina Hennig, Laura Gimmler, Albert Kuchler und Florian Notz verzichten.
Beim Fünffachsieg der Norge-Übermacht hatte Moch 51,1 Sekunden Rückstand auf Sieger Harald Amundsen, der bei seinem zweiten Weltcupsieg 8,1 Sekunden vor Olympiasieger Simen Hegstad Krüger lag. Dritter wurde Didrik Tönseth . Außer Norwegern war nur der Brite Andrew Musgrave als Sechster besser als Moch, der zum achten Mal im Weltcup unter die besten zehn lief.
Julia Taubitz war zuvor im Damen-Einsitzer als Zweite auf das Podium gefahren. Die 27-Jährige musste sich nur der Österreicherin Madeleine Egle geschlagen geben, lag nach den beiden Läufen 0,188 Sekunden zurück. Im Sprintrennen setzte sich die Gesamtweltcupsiegerin dann durch. Die Männer-Konkurrenz beherrschte Norwegens Superstar Johannes Hösflot Klaebo, der 27 Jahre alte Rekord-Weltcupsieger feierte vor seinem Landsmann Eirik Valnes und James Schoonmaker seinen 69. Karriere-Erfolg. Die schwedische Teamsprint-Weltmeisterin Emma Ribom sicherte sich vor der Norwegerin Kristine Skistad und ihrer Landsfrau Linn Svan ihren zweiten Saisonsieg.Die deutschen Monobob-Pilotinnen sind zum Start in den Weltcup am Podest vorbeigerast.
Der Rodel-Weltcup kehrte nach vier Jahren Pause in den Bundesstaat New York zurück, die deutschen Teams hatten nach dem Rücktritt des Erfolgs-Duos Toni Eggert und Sascha Benecken nichts mit der Entscheidung zu tun. Hannes Orlamünder/Paul Gubitz wurden Achte, Max Richard Ewald/Jakob Jannusch Elfte. Zuvor hatten Hennig, Gimmler und Kuchler jeweils auf Instagram ihre Corona-Infektionen öffentlich gemacht. „Corona die Zweite. Manchmal läuft's eben nicht wie gewünscht, ab nach Hause und wieder gesund werden“, schrieb die 27 Jahre alte Sächsin Hennig zu einem Foto, auf dem sie das Testergebnis zeigt.
Und es ist eben nicht bloß das. Auf der größten Bühne überhaupt, bei Olympischen Winterspielen, waren Wendl/Arlt zwar immer unschlagbar. 2014, 2018 und 2022 ging Gold an die Bayern, in den anderen Wettbewerben waren seit Jahren aber Eggert/Benecken die Messlatte. Im Weltcup liegt die Hoffnung nun auf der Entwicklung eines anderen deutschen Duos. Hannes Orlamünder und Paul Gubitz sind schon einige Winter dabei, hatten mit der Spitze aber kaum Kontakt. Bundestrainer Norbert Loch sieht bei den Thüringern nun immerhin „einen Riesenschritt“ in der Vorbereitung.
Startläuferin Gimmler übergab am Sonntag zunächst mit etwas Rückstand als Fünfte an Hennig, die sich mit einer ganz starken Vorstellung auf Rang zwei kämpfte. Fink fiel etwas zurück, ehe Carl noch die USA überholte und am Ende sogar Schweden angriff - zum Sieg fehlten 13,5 Sekunden. Weltmeister und Olympiasieger Norwegen blieb nach 15 Siegen in den letzten 16 Rennen nur Rang vier.
Teamsprint-Olympiasiegerin Carl hatte schon am Auftaktwochenende in Kuusamo in den Distanzrennen als Sechste und Achte überzeugt. Im Gesamtweltcup liegt sie nun auf Rang sieben, Hennig ist Neunte. Carl zeigte sich in dem Massenstart-Rennen von Beginn ganz vorne, bei der letzten Zwischenzeit lag sie noch gleichauf mit der Spitze. Nach 55:47,0 Minuten fehlten ihr letztlich nur 4,8 Sekunden zum Treppchen, das die Amerikanerinnen Jessie Diggins und Rosie Brennan komplettierten.
Die vor Ort von ihrer Familie unterstützte Hennig lief an den ersten Zwischenzeiten vorne mit, am Ende fehlten zum Treppchen aber doch 21,7 Sekunden. Vor einem Jahr war die Oberwiesenthalerin als Dritte ähnlich stark gestartet. Nur 1,1 Sekunden hinter Hennig folgte Carl , bei den Olympischen Spielen 2022 hatten Hennig und Carl gemeinsam Gold im Teamsprint gewonnen.
In der zehn Mannschaften umfassenden Vorrundentabelle liegt die deutsche Auswahl nun auf Platz sechs - ohne Chance auf das Halbfinale. Am Donnerstag müssen Totzek und Co. gegen die noch ungeschlagenen Italiener im letzten Vorrundenspiel ran. Das IOC hatte die Vergabe der Winterspiele 2030 von 2023 auf das kommende Jahr verschoben und dies mit den Herausforderungen an den Ausrichter durch den Klimawandel begründet. Die Auflagen 2030 und 2034 sollen nun im Doppelpack vergeben werden, um „Zeit zu gewinnen, um die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen“, sagte IOC-Präsident
Der Pirnaer Friedrich hatte 2022 im Yanqing National Sliding Center sein zweites olympisches Double gewonnen. Für Lochner war es daher eine deutliche Ansage vor der Heim-Weltmeisterschaft Ende Februar in Winterberg: „So wollen wir jetzt weitermachen.“ Dass der letzte Weltcupsieg des Berchtesgadeners im Viererbob am 4. Januar 2020 ausgerechnet auf der WM-Bahn im Hochsauerland gelang, spielt den oft als „ewigen Zweiten“ bezeichneten Lochner in die Karten.
Das nächste Duell folgt bereits am Sonntag. Dann messen sich die Bob-Granden beim abschließenden Vierer-Rennen des Weltcup-Wochenendes in China erneut. Die Frauen-Rennen im Monobob und Zweierbob waren aufgrund einer zu geringen Zahl an Teilnehmerinnen infolge logistischer Schwierigkeiten in Peking abgesagt worden. Die Pilotinnen um Olympiasiegerin Laura Nolte starten erst beim Weltcup in La Plagne in die neue Saison.
Lochners Sieg in China ist nun aber hoch einzuschätzen. Auf der Olympiabahn von Yanqing hatte Friedrich 2022 souverän Gold im Zweier und im Vierer gewonnen, das war ihm auch 2018 in Pyeongchang schon gelungen. Der Sachse ging fit in diese Saison und will bei der WM in Winterberg die Titel in beiden Schlitten holen.
„Das ist natürlich ein wahnsinniger Imageschaden“, sagte Spies, der bei den Männern nur eine Mini-Delegation um den Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich nach China schickt. Neben dem Sachsen fährt zum Weltcupstart am kommenden Wochenende im Yanqing National Sliding Center nur noch der Berchtesgadener Johannes Lochner, der bei Olympia 2022 hinter Friedrich im Zweier- und Viererbob jeweils Zweiter wurde.