Von zwei Seiten scheint eine geplante neue EU-Verordnung den eingespielten deutschen Getränkehandel auszuhebeln: Informationen nicht mehr auf dem ablösbaren Etikett, sondern ins Glas graviert, und zu viel Luft im Kasten. Die EU-Kommission versucht, die Alarmstimmung abzumildern. Die Hintergründe der großen Aufregung.
Foto: dpa/Rainer JensenDie Vorstellung hatte schon Absurdes: Milliarden von Bierflaschen in Deutschland aus dem funktionierenden Kreislauf der Wiederabfüllung und des Wiedergebrauchs herausnehmen, sie zerstören und einschmelzen – um damit anschließend ein Wiederverwendungssystem im Sinne der EU neu aufzubauen? Im Ernst? Doch genau das befürchteten die deutschen Brauer, Getränkegroßhändler und Mehrwegmanager, als sie den Vorschlag der EU-Kommission zur neuen...
Markus Pieper, CDU-Europa-Abgeordneter und Mittelstandsexperte der EVP, unterstützt die Notwendigkeit einer modernisierten Reglementierung. Die geltende Richtlinie sei schon 30 Jahre alt und habe nicht verhindert, dass das Verpackungsvolumen immer weiter zunehme. „Da muss die EU eingreifen“, sagt Pieper. Doch was die Kommission mit dem Vorschlag auf den Tisch gelegt habe, sei „handwerklich schnell gemacht“ und führe so zu einem Gefühl der Unsicherheit in den betroffenen Branchen.
Die 40-Prozent-Regel ziele vor allem auf Online-Verkaufsverpackungen ab und auf die Füllmaterialien, die da anfielen, stellte die Kommission klar. „Das haben wir alle schon mal erlebt, wie viel da hineingepackt wird: Papierschnipsel etwa, Luftkissen und Polystyrol. Das ist einfach nicht nachhaltig“, gibt Birgit Schmeitzner vom Berliner Büro der EU-Kommission zu bedenken.
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