Wann Deutsch-Iraner Sharmahd hingerichtet werden soll, ist unklar. Der Oberste Gerichtshof im Iran hat das Todesurteil aber nun bestätigt. CDU-Chef Merz, Sharmahds politischer Pate, hat sich via Twitter an das Regime im Iran gewandt.
Das umstrittene Todesurteil gegen den Deutsch-Iraner Djamshid Sharmahd ist durch den Obersten Gerichtshof im Iran bestätigt worden. Das erklärte Justizsprecher Massud Setajeschi. Zunächst nicht bekannt war, wann die Todesstrafe vollstreckt werden soll. Die Maßnahmen für die Hinrichtung sollten "ergriffen werden", sagte der Justizsprecher.
Der 68-jährige Sharmahd war im Februar in Teheran der Beteiligung an einem Anschlag auf eine Moschee in der südiranischen Stadt Schiras im April 2008 schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt worden. Die iranische Justiz beschuldigt Sharmahd zudem, Kontakte zu "FBI- und CIA-Offizieren" hergestellt und "versucht zu haben, mit Agenten des israelischen Mossad in Kontakt zu treten". Überprüfen lassen sich die Vorwürfe nicht.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte die Bundesregierung auf, weitere diplomatische Konsequenzen zu ziehen. "Die iranische Justiz hat hier erneut ihre menschenrechtswidrige Praxis angewandt, Todesurteile nach unfairen Gerichtsverfahren zu bestätigen", sagte Iran-Experte Dieter Karg laut einer Amnesty-Mitteilung.
CDU-Chef Friedrich Merz, der Sharmahds politische Patenschaft übernommen hatte, zeigte sich auf Twitter schockiert. "Ich fordere das Regime im Iran erneut auf, Jamshid Sharmahd sofort die Ausreise in sein Heimatland Deutschland zu ermöglichen!", schrieb Merz.Sharmahd wurde im Sommer 2020 Berichten zufolge vom iranischen Geheimdienst in Dubai festgenommen und in den Iran gebracht. Seitdem ist er in Teheran inhaftiert. Zuvor lebte Sharmahd jahrelang in den USA.
Derzeit sind mehrere europäische Staatsbürger im Iran inhaftiert, viele von ihnen haben auch einen iranischen Pass. Der Iran behandelt Doppelstaatsbürger juristisch wie Iraner. Kritiker werfen Teheran vor, ausländische Staatsbürger als politische Geiseln festzusetzen. Der Iran weist die Vorwürfe zurück und begründet die Festnahmen üblicherweise mit dem Vorwurf der Spionage.
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