Zwar sind die DDR-Garagen meist in Privatbesitz, die Grundstücke jedoch nicht. Seit Januar müssen die Pächter bei Vertragsende für den Abriss zahlen. Dagegen regt sich Widerstand.
Sie sind Relikte aus einer anderen Zeit. Rückzugsräume – vor allem für Männer. Ausstellungsorte für Pin-Up-Kalender, „Herrenzimmer“ und Montagekammern in einem also, die sich privater und staatlicher Kontrolle zu entziehen schienen. Heute wirken diese Orte für Männerfreundschaften oft verwaist.
Drei Wände, ein Dach, manchmal noch eine zweite Decke für Reifen und Werkzeug – doch die Garagentür ist heute meist zu. Reparaturbedarf gibt es auf der politischen Ebene, so sehen es viele Pächter. Denn manche Garagenländerei stehen seit 1. Januar auf einer neuen gesetzlichen Grundlage.
Landauf, landab gibt es Zehntausende derartiger Garagen, deren bisherige Besitzer, die bei einer jederzeit möglichen Kündigung ihrer bisherigen Pachtverträge durch den Grundstückseigentümer de facto enteignet werden.Was nach DDR-Gesetz möglich war, ist mit geltendem Recht nun nicht mehr vereinbar: Es darf keinen Unterschied zwischen Grundstück- und Gebäudeeigentümer mehr geben.
Am Donnerstag gibt es daher die nächste Infoveranstaltung der Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler : „Rettet unsere DDR-Garagen“ um 18 Uhr im Gasthasu Zum grünen Strand der Spree in Lübbenau.
Immerhin: Für Garagen auf fremden Grund, die vor dem 3. Oktober 1990 abgeschlossen wurden, sogenannte Altverträge, fällt auch künftig keine Umsatzsteuer an. 2006 schätzte der VDGN allein den Bestand an Eigentumsgaragen auf fremdem Grund und Boden auf mindestens 500.000 bis 900.000 Einheiten.
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