Seit dem 1. Januar 2023 gilt in Berlin die Solarpflicht. Auf allen neugebauten und sanierten Dächern müssen Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Doch schon ohne Auflage war das Interesse an Solaranlagen groß.
Seit dem 1. Januar 2023 gilt in Berlin die Solarpflicht. Auf allen neugebauten und sanierten Dächern müssen Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Doch schon ohne Auflage war das Interesse an Solaranlagen groß.Auf so manchem Berliner Dach schimmern sie jetzt schon schwarz und blau - doch künftig dürften Photovoltaik-Anlagen deutlich häufiger zu sehen sein. Seit Juli 2021 gilt in Berlin das Solargesetz, und seit Anfang dieses Jahres damit auch die Solarpflicht.
Mit dem "Masterplan Solarcity" hat die Landesregierung Berlin ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2045 soll ein Viertel der in Berlin erzeugten Energie aus Solarenergie stammen. Dafür muss eine Leistung von 4.400 Megawatt auf den Dächern der Stadt installiert werden. Das Solargesetz soll helfen, dieses Ziel zu erreichen.
So reicht es, wenn Wohngebäude mit maximal zwei Wohnungen eine installierte Leistung von zwei Kilowatt erreichen, Wohngebäude mit maximal fünf Wohnungen müssen drei Kilowatt erreichen und Gebäude mit maximal 10 Wohnungen sechs Kilowatt installierte Leistung. Die PV-Anlage kann, wenn die vorgegebene Leistung erreicht wird, auch kleiner als 30 Prozent der Nettodachfläche sein."Nach unserer Kenntnis sind in Berlin derzeit rund 13.500 Solarstromanlagen in Betrieb", sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. Laut Körnig wurden im Jahr 2022 2.500 neue Anlagen installiert.
Für das Ziel aus dem Masterplan reicht das noch nicht. "Wenn wir dieses ehrgeizige, aber klimapolitisch wohl alternativlose Ziel umsetzten wollen, dann müssen wir in den nächsten 20 Jahren mindestens 200.000, wenn nicht 300.000 Solaranlagen auf Berlins Dächern installieren. Das heißt, wir brauchen jährlich nicht 2.500 neue Anlagen, sondern 10.000.