Mehr als 2000 Menschen sind bei schweren Erdbeben in Afghanistan ums Leben gekommen. Ganze Dörfer liegen in Trümmern. Überlebende stehen vor dem Nichts und schildern ihre Verzweiflung.
Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.Hunderte Menschen sind verletzt, haben ihr Zuhause verloren. »Es steht kein Stein mehr auf dem anderen, alles kaputt, totale Zerstörung«, erzählt Lisa Macheiner von Ärzte ohne Grenzen dem SPIEGEL. Die Naturkatastrophe trifft die von Kämpfen gebeutelte Region hart.
Was bereits klar ist: Die Beben waren heftig. Die Erde hat sich um das Epizentrum herum um etwa 40 Zentimeter angehoben, ein Gebiet von etwa 20 mal 30 Kilometern ist betroffen, heißt es vom Deutschen Geoforschungszentrum . Ganze Dörfer liegen in Trümmern. Die Zerstörungskraft war auch deshalb so groß, weil die Beben in Tiefen von nur etwa zehn Kilometern auftraten.
»Was genau die aktuellen Beben antreibt, bleibt bisher eine offene Frage«, heißt es vom GFZ weiter. Doch es gibt erste Hinweise.Der naheliegende: Herat liegt an den westlichen Ausläufern des Hindukusch – ein Teil des Gebirgsgürtels, der sich von den Pyrenäen, über diebis zum Himalaja und Südostasien erstreckt. Die Berge des Hindukusch türmten sich auf, als die Indische Kontinentalplatte nach Norden gegen die Eurasische Platte stieß.
Doch Herat liegt weit von dieser Plattengrenze entfernt. Es muss also eine andere Erklärung geben, warum es am Westende der sogenannten Herat-Verwerfung bebte.Erste Untersuchungen zeigen: An dieser Verwerfung muss sich Gestein überraschend von Süd nach Nord übereinander geschoben haben. Die ersten Beben haben das Herat-Verwerfungssystem über ein etwa zehn bis zwanzig Kilometer langes Segment aufgerissen.
Ursache für diese Beben sind Spannungen an Plattengrenzen, die sich über hunderte oder gar tausende Kilometer hinweg auswirken und sich auch in Regionen Bahn brechen, die als seismisch inaktiv gelten. Solche Intraplattenbeben können auch in Mitteleuropa auftreten. Schließlich bewegt sich die Afrikanische Platte immer weiter gen Nord gegen die Eurasische Platte.
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