Die handbetriebene Fähre in Stolpe ist bei Einheimischen und Besuchern beliebt. Wer möchte, darf als Fahrgast auch selbst den Kahn über die Peene kurbeln. War es die letzte Saison?
Stolpe - Jedes Jahr zwischen März und Oktober schippert eine kleine Fähre für Spaziergänger und Radfahrer von Stolpe aus über die Peene und zurück. Die nun zu Ende gehende Saison könnte aber die letzte gewesen sein - der einzigen Fußgängerfähre zwischen Anklam und Jarmen droht das Aus.
Der Finanzdezernent des Landkreises, Dietger Wille, bestätigte, dass die finanzielle Unterstützung der Fähre Ende des Jahres auslaufe. Das Geld sei jedoch von vornherein als zweijährige Überbrückung gedacht gewesen, damit die Gemeinde eine dauerhafte Finanzierung auf die Beine stellen könne. Änderungsanträge für den Haushaltsentwurf könnten die Fraktionen grundsätzlich weiterhin einbringen.
Bei der handbetriebenen Fähre handelt es sich mutmaßlich um die letzte ihrer Art in Mecklenburg-Vorpommern, wie Falk berichtete. Eine Kette auf dem Grund der Peene gibt die Richtung vor. Dreht der Fährmann an der Kurbel, wird die Kette über ein großes Antriebsrad gezogen und fällt hinter der Fähre wieder auf Grund. Reine Muskelkraft ist heute aber nicht mehr für jede Fahrt notwendig, es gibt auch einen Motor.
Der Betrieb kostet pro Jahr rund 30 000 Euro. Dagegen stünden Einnahmen in Höhe von 6000 bis 7000 Euro, rechnete Falk vor. Der Kreis gab bisher 20 000 Euro für Personalkosten und Reparaturen. Die übrigen 3000 Euro habe die Gemeinde dazugegeben. Mehr sei aber nicht drin. Ohne das Geld des Kreises sei eine nächste Saison nicht denkbar.
Fährmann Radicke ist in Stolpe aufgewachsen. Wenn die Fähre eingestellt werden sollte, würde wichtiges Brauchtum aus der Region verloren gehen, warnte er. "Man ärgert sich unglaublich, dass es an lächerlichen 20 000 Euro scheitern sollte." Mit der Fähre setzten zum Beispiel Radtouristen auf dem Weg zur Ostsee über den Fluss. Viele Gäste kämen aber auch eigens wegen des besonderen Kahns nach Stolpe.
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