In der VW-Stadt Wolfsburg haben sich Aktivist*innen niedergelassen. Sie wollen, dass VW auf die Produktion von Straßenbahnen umstellt.
Vier Aktivist*innen am Wolfsburger Bahnhof. Zwei von ihnen sind auf dem Weg zur VW-Aktionärsversammlung Foto: Alina Götz
Auf einem Acker in Wolfsburg-Warmenau sollte für zwei Milliarden Euro die Fabrik dafür gebaut werden, ab kommendem Frühjahr. Der Plan von VW war, das erste Auto schon 2026 vom Band laufen zu lassen. „Es macht mich immer wieder fertig, dass uns eigentlich alle Parteien vorlügen, auch die Grünen, dass man mit E-Mobilität das Klimaproblem lösen könnte“, sagt Aktivistin Jutta Sundermann. Dabei sei unklar, woher Ressourcen und Energie kommen werden.
Bergstedt hat das Haus mit ausgesucht, arbeitet nun vor allem am Protest gegen die A39 und an der Verkehrswende in Wolfsburg selbst. Zwei Jahre wollen sie bleiben, das Haus danach wieder verkaufen. „Dann haben wir gewonnen oder nicht“, sagt Bergstedt. Die Initiativen vor Ort müssten dann in der Lage sein, den Protest weiterzuführen.
Der Keller steht voller Werkzeuge, Banner, Mal- und Klettersachen sowie Lebensmittel. In der Küche wurde selbst gefliest, ein bisschen Putz schaut noch hervor. Nebenan stapeln sich Hafersahne, Kaffee und Tee. Auch VW-Mitarbeitende haben sich ihnen angeschlossen. „Ich habe 20 Jahre gewartet, bis die hier aufgetaucht sind“, sagt Mischa Werner. Er arbeitet seit 21 Jahren bei VW. Bis 2016 hat er Autos kontrolliert, die aus der Fertigung kamen. Inzwischen fährt er sie im Werk herum. „Ich bin von Haus aus Anarchist“, sagt er, als er in die Amsel 44 kommt, um Rosswog und Gradl zwei dunkelgraue Mäntel zu leihen.
Ebenfalls bei VW und beim Nabu ist Torsten Bleibaum. Seit 1995 arbeitet er im VW-Kraftwerk. Bevor er bei einem seiner Einsätze als Ehrenamtlicher für den Nabu Rosswog kennen gelernt hat, habe er Trinity einfach hingenommen, sagt Bleibaum. „Zu sagen, wir wollen das Werk nicht, hätten wir hier mit den Kräften nicht schaffen können.“
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