Der Partycharakter einer WM funktioniert auch in einer totalitären Monarchie. Als Problemlöser von Wertekonflikten ist der Fußball aber überfordert.
Emir Tamim Al-Thani freut sich beim Spiel gegen Senegal mit Familie über das einzige WM-Tor Katars Foto: PanoramiC/imago
Alle Autokraten leiden an einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. In der DDR zählte man nach jeden Olympischen Spielen die Medaillen zusammen, und gewann der Ostblock mehr als der Westen, galt das als Beleg für die Überlegenheit des Systems. Da Katar das schlechteste Team dieser WM aufs Feld schickte, neigt man im Golfstaat dazu, die wirtschaftlichen und logistischen Erfolge auszustellen.
Katar war in diesen Wochen der WM aber auch ein Weltort, ein Melting Pot. Mir sind Leute aus Pakistan, Nepal, Bangladesch, Indien und Sri Lanka, Mexiko, den USA, Argentinien, Uganda, Kenia, Marokko und vielen anderen Ländern über den Weg gelaufen. Die meisten WM-Gäste kamen aus Saudi-Arabien, dem verfreundeten Nachbarstaat. Allein: Ich habe kein einziges Gespräch mit einem echten Katarer geführt.
Gute Logistik, volle Arenen Sie feierten auf den Fanmeilen bis in die Puppen. Oft wurde die Party erst mit dem Morgenruf des Muezzin beendet. Die hochmoderne Metro schubste Millionen Menschen vom Lusail-Stadion nach Education City und zurück. Die Logistik funktionierte ziemlich gut, die Auslastung der acht Arenen lag bei über 90 Prozent, und OK-Chef Hassan Al-Thawadi wird noch weitere Belege finden für ein „großartiges“ Turnier.
Die Sicht auf Katar sei zu negativ und das sei enttäuschend, so Al-Thani. Der Blick auf den WM-Ausrichter war hier und da nicht ohne Tendenz, gewiss, aber Katar selbst provozierte den Widerspruch durch plumpes Beharren auf der eigenen Sichtweise.
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