Nur 50 Teilnehmer waren zu der Palästina-Demonstration am Sonntag in Berlin angemeldet, Hinweise auf mehr gab es laut Polizei nicht. Die Demonstration wurde daher nicht verboten - und zog offenbar sehr schnell mehr als tausend Teilnehmer an.
Berlin - Die Berliner Polizei ist von der schnellen und massiven Mobilisierung zu der zunächst nicht verbotenen palästinensischen Demonstration am Sonntagabend offenbar überrascht worden. "Die Polizei und ich hätten gerne diese unerträglichen Bilder verhindert am Potsdamer Platz", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag im Innenausschuss.
Gleichzeitig seien aber 500 Demonstranten am Potsdamer Platz angekommen, sagte Slowik. Schell waren es dann mehr als 1000 Demonstranten. Eine erfahren Polizistin habe gesagt, eine solche Dynamik des Zustroms habe sie noch nie erlebt. Berlin habe eben eine sehr große "gewachsene palästinensische und arabische Community", sagte Slowik.
Seit dem Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober mit Hunderten Toten kam es in Berlin immer wieder zu pro-palästinensischen Demonstrationen, bei denen einige Teilnehmer die Hamas bejubelten. Zudem wurden anti-israelische Schmierereien und Davidsterne an Häusern entdeckt. Jüdische Berliner sorgen sich um ihre Sicherheit.
Wegen befürchteter extremistischer Äußerungen erließ die Polizei Demonstrationsverbote. Trotzdem versammelten sich am Wochenende immer wieder pro-palästinensische Gruppen, unter anderem in Neukölln. Am Samstagabend wurden teils sehr laute Böller gezündet und Slogans wie "Free Palestine" skandiert. Die Polizei schritt immer wieder ein und setzte einige Personen zeitweise fest.
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