Atomausstieg: Experten fordern Backup-Kraftwerke gegen die 'Dunkelflaute' Atomkraft Backup
Das Science Media Center hat Forscher befragt, wie die Politik mit dieser Herausforderung umgehen kann. Die sind sich weitgehend einig: Ohne genügend flexible Backup-Kraftwerke wird es nicht gehen. Diese müssten einen Großteil der Leistungsspitzen absichern. Sie werden aber nur gebraucht, wenn Windkraft- und PV-Anlagen zu wenig Strom erzeugen.Dafür kommen den Wissenschaftlern zufolge vor allem Gas- und begrenzt Kohlekraftwerke in Frage.
Konkret rechnet Christian Rehtanz, Leiter des Instituts für Energiesysteme, -effizienz und -wirtschaft an der TU Dortmund, vor: Geschätzt könnten auf Basis unterschiedlicher Studien bei einer Jahreshöchstlast von 100 Prozent – heute circa 80 , in Zukunft deutlich mehr – maximal bis zu 10 bis 15 Prozent durch den europäischen Ausgleich von erneuerbaren Energien einschließlich Wasserkraft über die Netze gedeckt werden.
Jochem verweist so auf Szenarien, wonach eine Backup-Kapazität von 40 GW ausreichend sei. Diese zeichneten sich "insbesondere durch eine hohe nachfrageseitige Flexibilität und hohe Verfügbarkeit von Speichern sowie von flexibler nachhaltiger Stromerzeugung, wie beispielsweise Geothermie und Biogaskraftwerken aus". Nach anderen Untersuchungen würden aber Backup-Leistungen von bis zu 90 GW benötigt.
Für Dunkelflauten würden Technologien benötigt, die auch über einen längeren Zeitraum Energie bereitstellen können, bestätigt Jochem. Da dies aber nur selten der Fall sein werde, "kommen diese Anlagen auf keine hohen Volllaststunden". Insofern böten sich hier am ehesten Gasturbinen an, die mit einem erneuerbaren Gas oder Wasserstoff mit guten Speichercharakteristika betrieben werden.
Batterien ermöglichten die kurzfristige Speicherung von Energie über Stunden oder Tage und könnten so den Bedarf nach Backup-Energie reduzieren, erklärt Wohland. "Pumpspeicherkraftwerke verhalten sich ähnlich, haben jedoch den Vorteil, dass sie Energie auch über längere Zeit speichern können." Ferner ließen sich bei den Erneuerbaren ertragsarme Phasen an einem Standort durch gleichzeitige gute Erträge in anderen Gegenden kompensieren.
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